Was ist eigentlich Bitcoin-Mining?

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Bitcoin, Blockchain, Mining: Begriffe, die allesamt in Verbindung mit der Kryptowährung stehen. Bevor man plant, mit Bitcoin zu arbeiten, ganz egal, ob als Zahlungsmittel oder mit Blick auf die Eigenschaft als Spekulationsobjekt, ist es wichtig, sich mit den verschiedenen Begrifflichkeiten auseinanderzusetzen.

Mining: Der analoge Begriff zum Goldschürfen

Bei dem sogenannten Bitcoin Mining handelt es sich um einen Prozess, bei dem die Rechenleistung zur weiteren Transaktionsverarbeitung, zur Absicherung und auch Synchronisierung für alle im Netzwerk befindlichen Nutzer bereitgestellt wird. Gerne wird das Bitcoin Mining auch als Schürfen bezeichnet, analog zum Goldschürfen. Jedoch gibt es, und das unterscheidet das Mining vom klassischen Goldschürfprozess, Belohnungen für zusätzliche Dienste. So richtet sich der Anteil an Bitcoin, den es gibt, auf Basis der bereitgestellten Rechenkapazität.

Einträge in der Blockchain sind öffentlich einsehbar

24 Stunden, sieben Tage die Woche, werden Bitcoins über das Netzwerk transferiert. Im Bitcoin Netzwerk werden Transaktionen abgewickelt, indem alle Transaktionen eines bestimmten Zeitfensters gesammelt und sodann in einer Liste zusammengefasst werden. So entsteht der Block. Die Aufgabe des Miners ist es jetzt, dass er die Transaktion bestätigt und in das Kontenbuch einträgt. Die Entlohnung findet in Bitcoin statt.

Das Kontenbuch, in dem die Liste aller Blöcke enthalten ist, heißt Blockchain. Beim Bitcoin Mining greift man auf die Blockchain zu, damit alle Transaktionen, die durchgeführt wurden, nachvollzogen werden können. Ganz egal, wann ein Block erzeugt wird, wird dieser dann zu der Blockchain hinzugefügt. Somit entsteht eine schier endlos lange Liste mit Transaktionen, die je getätigt wurden. Die Blockchain ist öffentlich einsehbar – man sieht jedoch nur, dass Transaktionen getätigt wurden, nicht aber, wer die Transaktionen durchgeführt wird.

Welche Belohnung erhält der Miner?

Geht es um die Suche nach neuen Blocks, so gibt es zwischen den Minern einen Wettkampf. Denn immer dann, wenn ein erfolgreicher Hash erzeugt wurde, gibt es aktuell 6,25 Bitcoins. Das entspricht, wenn der Bitcoin bei 20.000 US Dollar liegt, einen Wert von 125.000 US Dollar.

Um Bitcoins zu minen, gibt es verschiedene Wege. Besonders beliebt sind Antminer. Das LAN Kabel wird an den Router angeschlossen, danach folgt die Konfiguration über den Webbrowser. Man benötigt kein weiteres Gerät und auch keine Software, da das ein sogenannter Standalone Miner ist. Neue Miner besitzen zudem auch schon ein eigenes Netzteil, das integriert ist. Besonders empfehlenswert ist der S19 Antminer, der eine Geschwindigkeit von bis zu 110 TH/s hat.

Schürfen oder Coins kaufen?

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Wer selbst Miner werden will, aber nicht die notwendige Hardware hat und sich diese nicht besorgen will, muss sich für das Cloud Mining entscheiden. In diesem Fall wird die Rechenleistung in den Cloud Server eingespeist. Die Höhe der Belohnung richtet sich nach der zur Verfügung gestellten Rechenleistung.

Natürlich kann man auch über Kryptobörsen Bitcoin kaufen. In diesem Fall ist kein Minen erforderlich. Das direkte Investieren ist für viele Krypto-Fans die gängigste Variante, um an die Coins der Kryptowährung zu kommen.

Es ist auch möglich, nur mit dem Preis zu spekulieren. Wer sich etwa mit den Chain Reaction Erfahrungen befasst hat, der kommt schnell zu dem Ergebnis, auch so kann man hohe Gewinne einfahren – man setzt einfach darauf, ob der Preis des Bitcoin steigt oder fällt. Das heißt, hier sorgen auch Korrekturen für Gewinne, sofern man darauf gesetzt, dass der Preis nach unten geht.

Stromkosten, Korrekturen und vielversprechende Prognosen

Tatsächlich sorgen steigende Stromkosten dafür, dass das Minen immer unattraktiver wird. Hat man vor ein paar Jahren noch im Privatbereich nach Coins geschürft, sind es heute Mining Firmen, die sich damit befassen. Das auch aus dem Grund, weil das Minen immer aufwendiger wird und Privatpersonen oft gar nicht mehr die Möglichkeit haben. Zudem geht es auch darum, dass der Bitcoin einen entsprechenden Wert hat, dass sich der Aufwand lohnt – befindet sich der Bitcoin in einer Korrekturphase und herrschen hohe Strompreise am Markt, so ist das Minen keine gewinnbringende Option.

Jedoch sind die Prognosen vielversprechend. Steigt der Preis der Kryptowährung, so wird auch wieder das Interesse der Miner nach oben klettern.

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